|
Grußwort des Kreisbeigeordneten
Carsten Müller Die
Demografische Entwicklung wird auch im Kreis Offenbach Veränderungen in
der Bevölkerungsdichte, in der Zusammensetzung der Bevölkerung nach
Altersgruppen und in der sozialen und gesellschaftlichen Struktur mit
sich bringen. Die Bevölkerungsgruppe der älteren Menschen ist die
einzige, die stetig größer wird. Der Anteil der über 60-jährigen
Menschen wird in den nächsten 15 Jahren im Kreis Offenbach auf fast 30
% ansteigen und die Anzahl der über 80-jährigen wird sich im gleichen
Zeitraum verdoppeln. Das heißt, einerseits wird es viele ältere
Menschen geben, die Kompetenzen und Ressourcen haben. Andererseits
werden aber auch viele Menschen Hilfe und Pflege brauchen, dabei weniger
Angehörige haben und unter schlechteren finanziellen Verhältnissen
leben müssen. Um
die Anforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen, sind neue Lösungswege
notwendig. Insbesondere das Selbsthilfepotential und die Mitwirkung von
älteren Bürgerinnen und Bürgern spielen hierbei eine große Rolle. Wir
begrüßen es deshalb sehr, dass sich in Rödermark engagierte Menschen
zusammengeschlossen und mit der Gründung der Interessengemeinschaft
ihrem Engagement einen Rahmen gegeben haben. Die
Mitglieder der „Interessengemeinschaft Wohnen und Leben im Alter in Rödermark“
setzen sich für die Interessen und Angelegenheiten der älteren
Menschen ein. Sie wollen nicht nur abwarten, welche Angebote von gemeinnützigen
oder privaten Dienstleistungsanbietern gemacht werden, sondern sie
wollen sich aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens und an
Entwicklungsprozessen beteiligen. Die
Interessengemeinschaft entwickelte sich auf der Basis unseres OWOG-
Workshops, den Frau Gerlinde Wehner, Leiterin der Leitstelle Älterwerden
des Kreises Offenbach, gemeinsam mit der Seniorenberatungsstelle in Rödermark
angeboten hatte. Wir freuen uns, dass wir diesen Anstoß geben konnten
und wollen die Gruppe auch weiterhin nach unseren Möglichkeiten unterstützen.
Die
Mitglieder der Interessengemeinschaft bringen ihre Arbeit ein, geben
Informationen weiter, fordern die Weiterentwicklung der sozialen
Infrastruktur aus ihrer Sicht ein und wollen dies mitgestalten. Dies ist
ein wichtiger gesellschaftlicher Bestandteil und nicht ersetzbar durch
Fachkräfte und Politik. Ein zukunftsorientierter Weg wurde hiermit
eingeschlagen. Wir wünschen der Interessengemeinschaft, dass sie mit
Erfolg diesen Weg fortsetzen und ausbauen kann. Carsten
Müller Sozialdezernent
|